
Sonne im wunderschönen Wendland
Was hatte ich ein Glück mit dem Wetter! Raus aus der Sonne, ab in die Sonne. Ja, Wetter…ist ja auch gut heute! Egal. Die ersten Wochen in Deutschland liegen nun hinter mir, genau wie die erste Deutschlandtournee um Freunde und Familie wieder zu sehen… “Wo fängt man an und wo hört man auf? Gar nicht so einfach alles unter einen Hut zu bringen, aber ich bleib ja noch ein wenig. Am besten einfach erstmal treiben lassen und so tun als würde man immer noch auf Reise sein…” Ich habe meine Tasche nun ausgepackt, einen ersten Unterschlupf bei meinem guten Freund Jakob gefunden und denke an Kambodscha und dem gemütlichsten Zimmer meiner Reise während ich auf die schöne, aber nun verregnete Innenstadt Haltern am See´s schaue und noch einen abschliessenden Artikel zum Thema Reisen schreiben möchte, bevor ich mich anderen Themen widmen werde. Au ja, der Blog wird nicht stillgelegt. Weiter gehts immer!
Meine 15 “alltime favorite” Reisetips!
1. Ein Bettsack schafft Erholung! Reise mit einem Schlafsackinlett oder besser noch mit einem ein wenig grösser genähten Bettsack aus leichtem Stoff. (so in 2.5m x 1.2m). Manchmal will man nicht wirklich direkt auf der Matratze liegen und vor allem in Asien gibt es selten bis nie ein Bettlaken zum zudecken. Klar es ist warm dort, aber dennoch sind dir neidische Blicke sicher. Johannes tat mir manches mal leid, als er sich in Sumatra unter sein kleines Handtuch lümmeln musste…

Brandungslücken Hamburch
2. Trinke viel und vor allem Bier! In den tropischen Regionen schwitz man wie Hulle und hat einfach den ständigen Bedarf den Flüssigkeitshaushalt auf Trab zu halten. 3-4 Liter müssen täglich rein und davon kann ruhig 1/3 einheimisches Bier sein. Hilft nicht nur gegen die Dehydrierung, auch schafft es einen Beitrag zur Geselligkeit und wirkt entgegengesetzt zur “facebook-Vereinsamung”.

Preußen Münster Bier in Deutschlandfarben. Und das in Costa Rica...
3. Esse lokales Essen! Scharfer Mangosalat in Thailand der einem fast die Fresse wegbrennt, die besten Sate-Spiesse mit Erdnusspaste in Indonesien, Quesadillas mit Käseklumpen im Bauch in Mexico oder gutes Pollo Frito überall auf der Welt. Gebe dein Geld für lokales Essen aus und vermeide wenn möglich die Fast-Food Ketten. Die Einheimischen haben da weniger von und Du auch, da der Chesseburger von McD eh auf der ganzen Welt gleich schmeckt. Manchmal brauch man es, z.B. wenn man über Tage nur trockene Kartoffeln und Reis bekommen hat…
4. Pack Nüsse oder Studentenfutter ins Handgepäck! Die Busfahrt wird mit 8 Stunden angegeben, nach 14 Stunden steige ich in Kambodscha aus dem Bus. Der Grenzübertritt von Laos hat länger gedauert, der Bus hat nen Schaden der mittem im Busch binnen 3 Stunden behoben wird usw. Keine Nahrung in Sicht. Ne Hand voll Nüsse oder besser noch Studentenfutter schafft Abhilfe! Auch lokale Mitfahrer freuen sich über ein paar Nüsse als nette Geste…

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5. Ich packe meinen Koffer und nehme neben einer Ersatzzahnbürste auch noch 10 T-Shirts mit! Ich habe viele Rucksäcke gesehen die so gepackt waren… Die Frage ist: Warum? Packe leicht ist meine Aufforderung. Kein Mensch braucht für einen normalen Trip Wanderschuhe oder Trekkinghosen. Die normalen Wege sind gut ausgebaut und ich hab noch alles in Turnschuhe oder Flip-Flops gemeistert. T-Shirts, Unterwäsche, Cremes, Zahnbürsten, Schlappen, Seife…. Man soll es kaum glauben, aber auch das gibt es alles am anderen Ende der Welt zu kaufen und dazu sogar noch billiger…

Whiskeyschrankinspektion in meiner neuen Bleibe!
6. Laufe! Gehe Umwege! Gehe spazieren! Laufe einfach durch die Gegend und verzichte auf Bus, Bahn und Taxi wenn möglich und lauf einfach mal n paar Kilometer. Es lohnt sich mal n Fussweg in kauf zu nehmen, gibts doch überall so viel zu sehen und entdecken wenn man einfach mal entschleunigt reist.

bahnfahren...
7. Hab keine Angst! Es gibt Reisende die sich vor allem in Mittelamerika nur zwischen 11 – 17 Uhr aus dem Hotel trauen. Die Angst vorm Bullemann ist einfach zu groß. Alle reden von “Ich hab gehört das da mal das und das und der und der ausgeraubt wurde…” Dat is kokolores! Stille Post lässt grüßen und wenn Du wirklich zuviel Schiss da hast, dann fahr nicht hin. Du verpasst das meiste wenn du dich nicht nach Punkt 6 bewegen kannst.
8. Sei dir deiner Umgebung bewusst! Punkt 6 und 7 funktionieren einfach am besten wenn man sich der Umgebung in der man sich bewegt bewusst ist. Präge Dir einfach mal die wichtigsten Orientierungspunkte auf dem Stadtplan oder der Landkarte ein und auf gehts. Wenn du dich verläufst, laufe weiter und bleib nicht stehen. Geh einmal um den Block oder verschwinde kurz in einen Laden um dich gegebenfalls neu zu orientieren. Nichts wirkt anziehender auf Halunken als ein Tourist der mitten auf der Kreuzung steht, mit nem Lonely Planet bewaffnet, orientierungslos. Weiter mit 9.
9. Höre nicht auf den Lonely Planet! Es sei denn Du möchtest überall da hin, wo vor und mit dir schon 1000000 andere waren. Er hilft um einen ersten Überblick über das Land oder eine neue Stadt zu bekommen, jedoch findet man schöne Hotels, die weniger überlaufen sind ausserhalb des Lonely Planets. Abseits der LP Routen lässt es sich auch ganz hervorragend reisen!

Technikkrüppel
10. Änder nichts an deinem Stil! In Thailand mit Fischerhosen rumrennen, dann noch mit weitem Gewand bewaffnet durch den Busch in Laos, in Indiotracht durch Guatemala, barfuss! Nichts sieht bescheuerter aus und die Einheimischen lachen sich meistens nur schlapp darüber. Wenn du dich mit ihnen verbunden fühlst, zeige es durch Punkt 2 und 3, nicht durch Trachten!

Wurstbude bei Nacht!
11. Wenn Du Zeit hast reise langsam! Du erlebst einfach mehr und erfährst mehr über das Leben in den Städten, Dörfern und Ländern dieser Welt wenn Du einfach mal an einem Ort bleibst. Orte die auf den ersten Blick trist erscheinen, ja sogar schäbig, entwickeln oftmals auf den zweiten Blick ihren eigenen Charme und zaubern einem ein Grinsen ins Gesicht. Lass Dir Zeit und gib den Orten Zeit. Alles entwickelt sich. Hetzen von Attraktion zu Attraktion schafft zwar einen guten Überblick, aber keinerlei Nähe zum wahren Leben in dem jeweiligen Land.
12. Mache Back-Ups! Ich glaub ich muss keinem mehr erzählen wie schlimm es ist seine Fotos zu verlieren. Ein Back Up vom Computer auf eine externe Festplatte reicht leider nicht aus wie ich gemerkt habe. Speicher wichtige Sachen noch auf SD Karten und trage sie bei deinem Pass oder brenne Bilder auf CD und schicke sie heim oder lade alles hoch ins Netz.

Jetzt auch kein Alk mehr in Hamburgs Bahnen...
13. Eincremen! Jungs und Mädels! Hautkrebs lauert an jeder Ecke je weiter man Richtung Süden reist. Und ja, selbst bei Bewölkung gibts Sonnenbrand. (nicht wahr Pinki?) Also Tagsüber mit mindestens nem 30er LSF arbeiten. Nivea oder ähnliches reicht sogar aus um sich mal abends nach der kalten Dusche n bisschen Elastizität in die gespannte Fresse zu zaubern. Und auch die gibts überall!

United aufm Lieblingsspielplatz!

Up auffer Rollerbahn!
14. Ungeziefer, oder was macht man gegen Moskitos, Bettwanzen und Sandfliegen! Vergesst Sprays aus Europa. Die helfen alle nicht. Vor Ort kaufen heißt die Devise. OFF Family mit mindestens 15% DEET hilft am besten gegen Moskitos. Darf man leider nicht mehr in Deutschland kaufen, daher: Ab in den Urlaub und da kaufen. Hört man auf den Backpackerfunk und die “Bed Bugs” verseuchten Hostels, meiden! Hat man mal Stiche, nicht kratzen sonder mit Cortison und Antibiotikacreme bearbeiten. Bed Bugs sind feinde! Auch ruhig mal die Matratze im Hostel auf kleine, schwarze Krümmel checken und bei Anzeichen wechseln. Ist das nicht möglich weil es nichts anderes zum schlafen gibt, einpacken in Punkt 1! Und Sandfliegen? Kannste fast nix gegen machen weil man die erst zu spät bemerkt. Nix hilft, nur meiden und in Bewegung bleiben! Obacht vor diesen Biestern ist geboten, weil unsere hygieneverwöhnten damit gar nicht umgehen können. Aber auch hier gilt: Man gewöhnt sich dran…

Keine Schanze aufn Platz bei lauer Nacht!
15. Pack n wifi Tool ein! wifi ist so verbreitet wie Coca Cola. Kein Scheiss, aber auch im letzten Winkel hat die Technik derweil ihre Heimat gefunden und selbst in West-Timor gibts wifi, aber kein Internet Cafe. Mal eben EmailS checken, mal eben den nächsten Flug buchen, den Fahrplan für Boot und Bahn checken, Skypen, alles kein Problem mit seinem eigenen wifi Handheld oder Netbook. Ich gestehe, es darf keine Überhand nehmen da es dem eigentlichen Reisen schadet, aber praktisch ist es trotzdem.

Bluntslide-shove it off am Bunkerpark